
Kurkuma, auch als Gelbwurz oder Turmeric bekannt, ist ein Gewürz mit langer Tradition in der asiatischen Küche und Medizin. In den letzten Jahren hat es auch in westlichen Ländern an Popularität gewonnen, nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch aufgrund der ihm zugeschriebenen gesundheitlichen Vorteile.
Eine häufig gestellte Frage rund um das gelbe Gewürz lautet: Kann Kurkuma den Blutdruck beeinflussen?
Die leuchtend gelbe Wurzel der Kurkumapflanze enthält den bioaktiven Stoff Curcumin, dem zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt werden. In der traditionellen Medizin wird das Gewürz seit Jahrhunderten zur Unterstützung verschiedener Körperfunktionen eingesetzt.
Moderne wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Curcumin antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen könnte. Diese Eigenschaften könnten theoretisch auch einen Einfluss auf den Blutdruck haben, da oxidativer Stress und Entzündungen Faktoren sind, die zur Entwicklung von Bluthochdruck beitragen können.
Allerdings sind weitere klinische Studien erforderlich, um diese Zusammenhänge beim Menschen eindeutig zu bestätigen.
Traditionelle Anwendungen & moderne Forschung
In der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin wird Kurkuma seit Langem zur Förderung der Verdauung und zur Linderung von Entzündungen eingesetzt. Die moderne Forschung hat begonnen, diese traditionellen Anwendungen zu untersuchen, wobei einige Studien positive Effekte von Curcumin auf verschiedene Gesundheitsparameter festgestellt haben.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass viele dieser Studien entweder im Labor oder an Tieren durchgeführt wurden. Die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf den Menschen ist daher begrenzt, und es bedarf weiterer Forschung, um die tatsächlichen gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma beim Menschen zu bestätigen.

Kurkuma und seine Inhaltsstoffe: Warum ist es so besonders?
Kurkuma, auch als Turmeric bekannt, enthält eine Vielzahl bioaktiver Verbindungen, die ihm seine charakteristische Farbe und potenzielle gesundheitliche Vorteile verleihen.
-
Hauptwirkstoff Curcumin und weitere bioaktive Verbindungen:
Der primäre Inhaltsstoff ist Curcumin, ein Polyphenol, das für die intensive gelbe Färbung verantwortlich ist. Neben Curcumin enthält es weitere Curcuminoide wie Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin. -
Kurkuma und das Gehirn:
Einige Studien haben untersucht, ob Curcumin positive Effekte auf die kognitive Funktion haben könnte. Beispielsweise wurde in einer kleinen Studie festgestellt, dass ältere Erwachsene, die 18 Monate lang zweimal täglich 90 Milligramm Curcumin einnahmen, eine Verbesserung ihrer Gedächtnistests um 28 % im Vergleich zur Placebogruppe zeigten. Mehr dazu liest Du im Artikel Kurkuma Wirkung Gehirn.
Blutdruck: Was beeinflusst ihn, und warum ist er so wichtig?
Der Blutdruck misst die Kraft, mit der das Herz Blut durch die Arterien pumpt. Er wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und besteht aus zwei Werten: dem systolischen (oberer Wert) und dem diastolischen (unterer Wert).
Ein optimaler Blutdruck liegt bei etwa 120/80 mmHg. Werte darüber gelten als normal, während Werte ab 140/90 mmHg als Bluthochdruck (Hypertonie) eingestuft werden.
Der Blutdruck unterliegt natürlichen Schwankungen und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
-
Herzzeitvolumen: Die Menge an Blut, die das Herz pro Minute pumpt. Bei körperlicher Anstrengung kann dieses Volumen steigen, was zu einem höheren Blutdruck führt.
-
Gefäßwiderstand: Verengte oder verhärtete Arterien erhöhen den Widerstand, wodurch der Blutdruck steigt.
-
Blutvolumen: Ein erhöhtes Blutvolumen, beispielsweise durch hohen Salzkonsum, kann den Blutdruck erhöhen, da Salz Flüssigkeit im Körper bindet.
-
Weitere Faktoren: Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und genetische Veranlagung können ebenfalls den Blutdruck beeinflussen.
Unterschiede zwischen hohem und niedrigem Blutdruck
-
Hoher Blutdruck (Hypertonie): Werte ab 140/90 mmHg gelten als erhöht. Oft bleibt Hypertonie symptomlos, kann jedoch langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
-
Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Werte unter 100/60 mmHg werden als niedrig eingestuft. Obwohl Hypotonie oft als weniger gefährlich gilt, kann sie Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Ohnmacht verursachen.
Ein interessanter Aspekt ist die mögliche Verbindung zwischen Stoffwechselstörungen und psychischen Erkrankungen. Studien haben gezeigt, dass Berberin, ein pflanzlicher Wirkstoff, positive Effekte auf den Stoffwechsel haben kann.
Es gibt Hinweise darauf, dass Berberin auch bei Depressionen unterstützend wirken könnte. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Artikel über Berberin und Depression.

Kann Kurkuma den Blutdruck beeinflussen? Was sagt die Wissenschaft?
Curcumin, der Hauptwirkstoff in Turmeric, wird für seine potenziellen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Einige Studien haben untersucht, ob Curcumin den Blutdruck beeinflussen kann.
Eine Meta-Analyse von 11 Studien mit insgesamt 734 Teilnehmern ergab, dass Curcumin keinen signifikanten Einfluss auf den systolischen Blutdruck (SBP) oder den diastolischen Blutdruck (DBP) hatte. Allerdings zeigte eine Untergruppenanalyse, dass eine Einnahme über mindestens 12 Wochen zu einer leichten Senkung des SBP führte.
Eine weitere systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien deutete darauf hin, dass Curcumin- oder Kurkuma-Supplementierung den SBP und DBP verbessern könnte. Dennoch betonten die Autoren die Notwendigkeit weiterer Forschung, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Diskussion: „Erhöht oder senkt Kurkuma den Blutdruck?“
Die bisherigen Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass Curcumin den Blutdruck leicht senken könnte, insbesondere bei längerer Einnahme. Allerdings sind die beobachteten Effekte gering, und nicht alle Studien bestätigen diese Ergebnisse.
Daher ist es wichtig, weitere hochwertige klinische Studien durchzuführen, um den Einfluss des Gewürzes auf den Blutdruck eindeutig zu bestimmen.
Neben möglichen Effekten auf den Blutdruck wird auch untersucht, wie der Pflanzenstoff die psychische Gesundheit beeinflussen könnte. Einige Studien deuten darauf hin, dass Curcumin positive Effekte auf depressive Symptome haben kann. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über die Kurkuma Wirkung auf die Psyche.
Kurkuma in der Ernährung: Wie sinnvoll ist die Einnahme?
Auch bekannt als Gelbwurz wird es traditionell als Gewürz in der Küche verwendet und verleiht Speisen eine charakteristische gelbe Farbe sowie ein mild-würziges Aroma. In dieser Form ist es unproblematisch und kann verdauungsfördernd wirken.
Für diejenigen, die den Geschmack von Kurkuma nicht mögen oder es nicht regelmäßig in ihre Ernährung integrieren können, bieten Kurkuma-Kapseln eine geschmacksneutrale Alternative.
Diese Nahrungsergänzungsmittel enthalten oft standardisierte Mengen an Curcumin, dem Hauptwirkstoff der Kurkuma-Wurzel, und ermöglichen so eine gezielte Dosierung. Allerdings sollte die tägliche Aufnahme von Curcumin 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten, um mögliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Ein bekanntes Problem bei der Einnahme von Curcumin ist dessen geringe Bioverfügbarkeit, was bedeutet, dass der Körper nur einen kleinen Teil des aufgenommenen Curcumins verwerten kann. Um dies zu verbessern, wird häufig Piperin, ein Bestandteil des schwarzen Pfeffers, zugesetzt.
Unsere Berberin-Kurkuma-Kapseln kombinieren hochwertiges Kurkuma-Extrakt mit Piperin, um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten. Diese sorgfältig abgestimmte Rezeptur ermöglicht es Dir, hochdosiertes Kurkuma effektiv in Deinen Alltag zu integrieren.
Mögliche Nebenwirkungen
Die potenziellen Effekte von Kurkuma auf den Blutdruck werden weiterhin erforscht. Einige Studien deuten darauf hin, dass Curcumin die blutdrucksenkende Wirkung von Medikamenten wie ACE-Hemmern und Betablockern verstärken kann, was zu einem übermäßigen Blutdruckabfall führen könnte.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die wissenschaftliche Datenlage hierzu noch nicht abschließend ist.
Kurkuma kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren. Beispielsweise kann Curcumin die Wirkung von Antikoagulantien wie Warfarin verstärken, was das Blutungsrisiko erhöht. Zudem kann es die blutdrucksenkende Wirkung bestimmter Medikamente verstärken. Auch Wechselwirkungen mit bestimmten Krebsmitteln wurden beobachtet.
Daher sollten Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, vor der Einnahme von Kurkuma-Präparaten Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
Neben den genannten Aspekten kann das gelbe Gewürz auch Einfluss auf den Schlaf haben. Mehr dazu erfährst Du in unserem Artikel über die Kurkuma Wirkung auf den Schlaf.
Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Apotheker.