Kurz gesagt:
- Die meisten Läufer benötigen keine regelmäßige Nahrungsergänzung, außer bei nachgewiesenem Mangel oder bestimmten Situationen. Supplemente sollten immer nach ärztlichem Bluttest gezielt eingesetzt werden, um Risiken und Nebenwirkungen zu vermeiden. Nur wenige Mittel wie Koffein, Kreatin und Nitrate haben nachweislich leistungssteigernde Effekte.
Die meisten Läufer benötigen keine regelmäßige Supplementierung. Gezielte Ergänzungen sind nur bei nachgewiesenem Mangel, speziellen Diäten oder konkreten Trainings- und Wettkampfsituationen sinnvoll. Das ist die klare Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Wer dennoch zu Nahrungsergänzungsmitteln greift, sollte das Kontaminationsrisiko kennen: Einige Präparate enthalten undeklarierte Substanzen, die bei Wettkämpfen zu Dopingverstößen führen können.
Die wichtigsten Ausnahmen, bei denen Supplemente sinnvoll sein können:
- Nachgewiesener Mangel (Eisen, Vitamin D, Vitamin B12) per Bluttest bestätigt
- Vegane oder stark eingeschränkte Ernährung
- Frauen mit starker Menstruation (Eisenverlust)
- Sehr hohe Trainingsbelastung mit chronisch negativer Energiebilanz
- Wettkampffueling (Kohlenhydrate, Elektrolyte, Koffein)
Empfohlenes erstes Vorgehen in einem Satz: Bluttest beim Arzt (Ferritin, 25-OH-Vitamin-D, Vitamin B12, Hämoglobin) durchführen lassen, Befund fachlich auswerten lassen und erst dann gezielt supplementieren. Mehr dazu, wie Sie Nährstoffmängel erkennen, finden Sie bei Plantomol.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Nahrungsergänzungsmittel und wie sind sie in Zentraleuropa geregelt?
- Für wen sind Supplemente im Ausdauersport wirklich sinnvoll?
- Welche Supplemente helfen Läufern wirklich? Nutzen, Evidenz und Dosierung
- Wie wählen Sie sichere und wirksame Supplemente aus?
- Wie setzen Sie Supplemente im Training und Wettkampf richtig ein?
- Welche Sicherheitsrisiken und Nebenwirkungen sollten Sie kennen?
- Fazit: Der 3-Schritte-Plan für Läufer
- Wichtige Erkenntnisse
- Die Lücke zwischen Werbung und Wirklichkeit
- Plantomol: Geprüfte Kategorien für Läufer nach ärztlicher Abklärung
- Weiterführende Quellen für Läufer und Sportmedizin
Was sind Nahrungsergänzungsmittel und wie sind sie in Zentraleuropa geregelt?
Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind rechtlich Lebensmittel, keine Arzneimittel. Das ist der entscheidende Unterschied. Sie unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Nahrungsergänzungsmittelverordnung sowie der EU-Lebensmittelgesetzgebung, nicht dem Arzneimittelgesetz. Das bedeutet: Hersteller müssen keine klinische Wirksamkeit nachweisen, bevor sie ein Produkt auf den Markt bringen.
Das BfR stellt klar: Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen. Hersteller tragen die Verantwortung für Sicherheit und korrekte Kennzeichnung. Das BfR empfiehlt, Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in NEM zu beachten, da Überdosierungen gesundheitliche Risiken bergen können.
Wichtige rechtliche Eckpunkte für Zentraleuropa:
- NEM müssen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angezeigt werden, bevor sie in Deutschland in den Verkehr gebracht werden.
- Die EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 regelt nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben; nicht jeder Werbespruch auf der Packung ist rechtlich belastbar.
- Es gibt bislang keine EU-weit einheitlichen Höchstmengen für alle Vitamine und Mineralstoffe in NEM. Das BfR erarbeitet Vorschläge als Grundlage für künftige Regelungen.
- NEM werden nicht systematisch auf Reinheit oder das Fehlen verbotener Substanzen geprüft. Das Kontaminationsrisiko ist real und liegt in der Verantwortung des Herstellers.
Wer mehr über die Grundlagen von Nahrungsergänzungsmitteln verstehen möchte, findet bei Plantomol eine verständliche Übersicht.
Für wen sind Supplemente im Ausdauersport wirklich sinnvoll?
Nicht jeder Läufer profitiert von Ergänzungsmitteln. Laut dem IFSS-Positionspapier des KIT deckt eine ausgewogene, energiebedarfsdeckende Ernährung im Mittel den Bedarf auch bei hoher Trainingsbelastung. Supplemente sollten nur nach individueller Risiko-Nutzen-Analyse eingesetzt werden, idealerweise bei medizinisch nachgewiesenem Mangel.
Risikogruppen, die häufiger von gezielter Ergänzung profitieren:
- Frauen mit starker Menstruation (erhöhter Eisenbedarf)
- Vegetarier und Veganer (Vitamin B12, Eisen, Kalzium, Omega-3)
- Ältere Läufer ab 60 Jahren (Vitamin D, Kalzium, Protein)
- Athleten mit chronisch niedrigem Energieverbrauch (Low Energy Availability, LEA)
- Läufer mit sehr hohen Schweißverlusten bei Langzeitbelastungen (Natrium, Elektrolyte)
Situative Gründe kommen hinzu. Wer in der intensiven Wettkampfvorbereitung wenig Abwechslung im Speiseplan hat, auf Reisewettkämpfen mit ungewohnter Verpflegung konfrontiert ist oder nach Verletzungen eine eingeschränkte Ernährung hat, kann vorübergehend von gezielter Ergänzung profitieren.
Praktische Entscheidungsfolge:
- Selbstcheck: Ernährungsprotokoll über 3–5 Tage führen, Energiebilanz und Lebensmittelvielfalt prüfen.
- Bluttest: Ferritin, 25-OH-Vitamin-D, Vitamin B12, Hämoglobin, ggf. Kalzium und Magnesium bestimmen lassen.
- Fachliche Auswertung: Befunde mit Sportmediziner oder Ernährungswissenschaftler besprechen.
- Gezielte Ergänzung: Nur bei tatsächlichem Befund und mit klar definierter Dosis und Dauer supplementieren.
Welche Supplemente helfen Läufern wirklich? Nutzen, Evidenz und Dosierung
Der IOC-Konsens im British Journal of Sports Medicine ist eindeutig: Nur wenige Supplemente haben solide Evidenz für direkte Leistungssteigerung. Koffein, Kreatin, Nitrate und Puffersubstanzen wie Natriumbikarbonat stehen ganz oben. Alle anderen fallen in die Kategorie „begrenzte Hinweise“ oder „nicht empfohlen“.

| Supplement | Wofür geeignet | Wer profitiert | Evidenzlevel | Typische Dosierung / Timing | Sicherheitsrisiko | Dopingrisiko / Zertifizierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eisen | Anämieprävention, Ausdauerleistung | Frauen mit Menstruation, Veganer, Läufer mit Ferritinmangel | Gut bei Mangel | Nur nach Befund, ärztlich verordnet | Eisenüberladung bei Überdosierung | Gering, aber Chargentest empfohlen |
| Vitamin D | Knochengesundheit, Immunfunktion | Hallensportler, Wintertraining, ältere Läufer | Gut bei Mangel | — | Toxizität bei sehr hohen Dosen möglich | Gering |
| Kalzium | Knochengesundheit, Stressfrakturprävention | Läufer mit niedriger Kalziumzufuhr, Veganer | Gut bei Mangel | — | Nierensteine bei Überdosierung möglich | Gering |
| Protein / Molkenprotein | Muskelerhalt, Regeneration | Läufer mit hohem Trainingsvolumen, ältere Sportler | Gut | 20–40 g nach Belastung | Gering bei normaler Nierenfunktion | Mittel, Chargentest wichtig |
| Kohlenhydrate (Gels, Getränke) | Leistungserhalt während Rennen | Alle Läufer ab ca. 60–75 min Belastung | Sehr gut | 30–60 g/h, bei Ultra bis 90 g/h (mehrere Substrate) | Gastrointestinale Beschwerden möglich | Gering |
| Koffein | Akute Leistungssteigerung | Alle Läufer, individuelle Reaktion beachten | Sehr gut | 3–6 mg/kg Körpergewicht, 45–60 min vor Belastung | Schlafstörungen, Herzrasen, Abhängigkeit | Mittel, Chargentest empfohlen |
| Kreatin | Trainingseffekt, Kraftausdauer | Läufer mit Intervall-/Krafttraining | Gut für Training | 3–5 g/Tag Erhaltungsdosis; Ladephase 20 g/Tag über 5–7 Tage möglich | Wassereinlagerung, GI-Beschwerden | Mittel, Chargentest wichtig |
| Omega-3-Fettsäuren | Entzündungshemmung, Regeneration | Veganer, Läufer mit geringem Fischkonsum | Begrenzte Hinweise | 1–3 g EPA+DHA/Tag | Blutverdünnung bei sehr hohen Dosen | Gering |
| Elektrolyte (Natrium) | Flüssigkeitshaushalt, Krampfprävention | Läufer mit hohen Schweißverlusten, Ultradistanzen | Gut bei Langzeitbelastung | Individuell, ca. 300–600 mg Natrium/h bei langen Läufen | Hyponatriämie bei Überwässerung ohne Natrium | Gering |
| Vitamin B12 | Energiestoffwechsel, Blutbildung | Veganer, ältere Läufer | Gut bei Mangel | 250 µg/Tag (je nach Mangel und Form) | Sehr gering, wasserlöslich | Gering |

Profi-Tipp: Kreatin und β-Alanin entfalten ihre Wirkung über Wochen kontinuierlicher Einnahme. Sie sind kein Mittel für den Wettkampftag, sondern für die Trainingsphase. Wer sie erstmals einsetzt, sollte das mindestens vier Wochen vor dem ersten Wettkampf tun.
Zu den Mineralien für Läufer, insbesondere Magnesium, Natrium und Kalzium, gibt es bei Plantomol eine vertiefende Übersicht für Sportler.
Wie wählen Sie sichere und wirksame Supplemente aus?
Drittzertifikate sind der wichtigste Schutzmechanismus für Läufer, die an Wettkämpfen teilnehmen. Informed-Sport (betrieben von LGC) testet Produktchargen auf über 250 verbotene Substanzen und stellt bei positivem Ergebnis ein Zertifikat aus. Die Kölner Liste ist ein weiteres Prüfprogramm, das speziell für den deutschsprachigen Raum relevant ist. Beide Programme schließen Kontaminationsrisiken nicht vollständig aus, reduzieren sie aber erheblich.
Kaufcheckliste für Nahrungsergänzungsmittel:
- Vollständige Zutatenliste mit Mengenangaben vorhanden
- Keine proprietären Mischungen ohne Einzelmengenangaben
- Hersteller gibt Chargenprüfung oder Analysezertifikat (COA) auf Anfrage heraus
- Informed-Sport- oder Kölner-Liste-Zertifizierung für wettkampfrelevante Produkte
- Keine übertriebenen Wirkversprechen auf der Verpackung
- Hersteller in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ansässig oder EU-Konformität klar deklariert
Praktische Schritte zur Blutdiagnostik:
- Beim Hausarzt oder Sportmediziner folgende Werte bestimmen lassen: Ferritin, Hämoglobin, 25-OH-Vitamin-D, Vitamin B12, ggf. Kalzium und Magnesium.
- Ernährungsanamnese vorbereiten: Typische Wochenspeisepläne, Trainingsvolumen und besondere Einschränkungen notieren.
- Befunde im Kontext des Trainingsvolumens interpretieren lassen, nicht nur anhand allgemeiner Referenzwerte.
- Supplementierung mit klarer Dosis, Dauer und Kontrolltermin festlegen.
- Nach 8–12 Wochen Kontrollbluttest, um Wirksamkeit zu prüfen.
Profi-Tipp: Testen Sie jedes neue Supplement mindestens vier Wochen vor einem Wettkampf im Training. So erkennen Sie individuelle Verträglichkeitsprobleme, bevor es darauf ankommt. Und: Kaufen Sie für Wettkämpfe immer aus derselben geprüften Charge.
Wie Nahrungsergänzungsmittel hergestellt werden und was Chargenprüfungen leisten, erklärt Plantomol in einem Artikel zur Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Wie setzen Sie Supplemente im Training und Wettkampf richtig ein?
Kohlenhydrate sind das wichtigste Supplement für Läufer, die länger als 60–75 Minuten unterwegs sind. Der IOC-Konsens empfiehlt 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde während der Belastung, bei Ultraläufen mit mehreren Substraten (Glukose und Fruktose kombiniert) bis zu 90 g/h. Das reduziert Stresshormone und hält den Blutzucker stabil.
Kohlenhydrat- und Elektrolytmanagement:
- Vor dem Lauf: 1–4 g Kohlenhydrate/kg Körpergewicht in den letzten 1–4 Stunden
- Während des Laufs: Gels, Getränke oder Riegel alle 20–30 Minuten, beginnend ab Kilometer 10–15
- Natrium bei langen Läufen: ca. 300–600 mg/h, besonders bei Hitze und starkem Schwitzen
- Nach dem Lauf: 1–1,2 g Kohlenhydrate/kg in den ersten 30 Minuten zur Glykogenresynthese, kombiniert mit 20–40 g Protein
Koffein-Protokoll für den Wettkampf:
- Dosierung: 3–6 mg/kg Körpergewicht, ca. 45–60 Minuten vor dem Start.
- Vorher im Training testen: Individuelle Reaktion (Herzrasen, Magenprobleme, Nervosität) ist sehr unterschiedlich.
- Koffeinkarenz: Eine 3–7-tägige Pause vor dem Wettkampf kann die Wirkung verstärken, ist aber nicht zwingend.
- Keine Kombination mit anderen Stimulanzien am Wettkampftag.
Kreatin und β-Alanin gehören in die Trainingsphase, nicht auf die Wettkampfcheckliste. Kreatin erhöht die Phosphokreatinspeicher und verbessert die Leistung bei hochintensiven Intervallen. β-Alanin puffert Laktat und ist vor allem für Läufer mit hohem Anteil an Tempotraining relevant. Beide Substanzen brauchen Wochen, um ihre Wirkung zu entfalten.
Race-Checklist für den Wettkampftag:
- Nur Produkte verwenden, die im Training erprobt wurden
- Chargengeprüfte Produkte für wettkampfrelevante Supplemente (Koffein, Kreatin)
- Keine neuen Kombinationen oder Produkte am Wettkampftag ausprobieren
- Elektrolytgetränk und Gels nach individuellem Plan vorbereiten
- Koffein-Timing im Vorfeld mehrfach getestet haben
Welche Sicherheitsrisiken und Nebenwirkungen sollten Sie kennen?
Das Kontaminationsrisiko bei Nahrungsergänzungsmitteln ist kein theoretisches Problem. Forschung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) zeigt, dass ein Teil der Dopingfälle auf verunreinigte NEM zurückzuführen ist. Athleten nutzen häufig Produkte ohne fachliche Begleitung, was das Risiko erhöht.
Häufige Nebenwirkungen und Risiken:
- Koffein: Schlafstörungen, Herzrasen, Blutdruckanstieg, Abhängigkeit bei dauerhaft hohem Konsum
- Eisen: Gastrointestinale Beschwerden (Verstopfung, Übelkeit), Eisenüberladung bei Einnahme ohne Mangel
- Vitamin D (hochdosiert): Hyperkalzämie, Nierenschäden bei dauerhafter Überdosierung über den BfR-Höchstmengen
- Kreatin: Wassereinlagerung, gelegentlich Magenprobleme in der Ladephase
- Zink in hohen Dosen: Hemmt Kupferaufnahme, kann zu Kupfermangel führen
Wichtiger Grundsatz: Das BfR betont, dass von einer zusätzlichen, über den Bedarf hinausgehenden Aufnahme von Mikronährstoffen keine positiven gesundheitlichen Wirkungen zu erwarten sind. Wer hoch dosierte NEM einnimmt und zusätzlich angereicherte Lebensmittel konsumiert, riskiert eine Überversorgung. „Viel hilft viel“ ist keine Option, sondern ein Risiko.
Wann sofort ärztliche Abklärung nötig ist:
- Unerklärliche anhaltende Müdigkeit oder Leistungseinbruch trotz Supplementierung
- Neue Herzsymptome (Herzrasen, Rhythmusstörungen) nach Einnahme von Stimulanzien
- Zeichen einer Eisenüberladung: Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, dunkle Verfärbung der Haut
- Gastrointestinale Beschwerden, die nach Absetzen eines Supplements nicht verschwinden
- Verdacht auf Wechselwirkungen mit Medikamenten (z. B. Blutverdünner und Omega-3, Schilddrüsenmedikamente und Kalzium/Eisen)
Wechselwirkungen zwischen Supplementen und Medikamenten sind ein unterschätztes Thema. Kalzium und Eisen hemmen gegenseitig die Aufnahme, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden. Omega-3 in hohen Dosen kann die Blutgerinnung beeinflussen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte jede neue Supplementierung mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker besprechen. Mehr zu den Risiken bei Überdosierung von Vitaminen erklärt Plantomol in einem eigenen Beitrag.
Fazit: Der 3-Schritte-Plan für Läufer
Nahrungsergänzungsmittel für Ausdauersportler sind kein Ersatz für eine solide Ernährungsbasis. Wer die Grundlagen nicht stimmt, wird durch Supplemente keine Leistungsgewinne erzielen. Aber gezielt eingesetzt, können sie einen echten Unterschied machen.
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Ernährung prüfen und Energiebilanz sichern. Ausreichend Kalorien, Kohlenhydrate als Hauptenergieträger, genug Protein für Regeneration und Vielfalt bei Mikronährstoffen. Erst wenn die Basis stimmt, macht der nächste Schritt Sinn.
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Gezielte Bluttests durchführen. Ferritin, 25-OH-Vitamin-D, Vitamin B12 und Hämoglobin sind die wichtigsten Parameter für Läufer. Wer zu einer Risikogruppe gehört (Veganer, Frauen mit starker Menstruation, ältere Sportler), sollte diese Werte mindestens einmal jährlich prüfen lassen.
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Nur nach Befund supplementieren, geprüfte Produkte verwenden. Bei nachgewiesenem Mangel gezielt und mit klarer Dosis ergänzen. Für ergogene Mittel (Koffein, Kreatin, Nitrate) gilt: Evidenz ist gut, aber individuelle Reaktion variiert stark. Immer im Training testen, nie erstmals am Wettkampftag. Für Wettkämpfe ausschließlich Chargen verwenden, die auf der Kölner Liste oder bei Informed-Sport geprüft sind.
Kein Mega-Dosing. Keine Selbstmedikation bei Verdacht auf Mangel ohne Laborbefund. Fachliche Begleitung durch Sportmediziner oder Ernährungswissenschaftler ist kein Luxus, sondern Grundlage sicherer Supplementierung.
Dieser Artikel liefert allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei konkreten Beschwerden oder Verdacht auf Mängel wenden Sie sich an einen Arzt oder eine Ärztin.
Wichtige Erkenntnisse
Die meisten Läufer brauchen keine dauerhaften Supplemente. Wer gezielt supplementiert, sollte das auf Basis eines Bluttests, mit geprüften Produkten und fachlicher Begleitung tun.
| Thema | Details |
|---|---|
| Grundprinzip der Supplementierung | Erst Bluttest, dann Befund auswerten, dann gezielt ergänzen. Nie ohne Diagnose. |
| Ergogene Mittel mit guter Evidenz | Koffein (3–6 mg/kg), Kreatin, Nitrate und Natriumbikarbonat haben laut IOC-Konsens die stärkste Datenlage. |
| Kontaminationsrisiko minimieren | Für Wettkämpfe nur Chargen verwenden, die auf der Kölner Liste oder bei Informed-Sport geprüft sind. |
| Kritische Nährstoffe für Läufer | Eisen, Vitamin D, Kalzium, Vitamin B12 und Elektrolyte sind laut IFSS/KIT die häufigsten Engpässe. |
| Plantomol als Anlaufstelle | Plantomol bietet geprüfte Kategorien für Vitamin D, Kalzium und Multivitamine als Ausgangspunkt nach ärztlicher Abklärung. |
Die Lücke zwischen Werbung und Wirklichkeit
Der Supplement-Markt für Ausdauersportler ist groß und laut. Produkte versprechen schnellere Regeneration, mehr Ausdauer, weniger Verletzungen. Was die Forschung tatsächlich zeigt, ist nüchterner: Nur eine Handvoll Substanzen hat wiederholbare, messbare Effekte auf die Leistung. Koffein funktioniert. Kreatin funktioniert im Trainingskontext. Nitrate aus Rote-Beete-Konzentrat haben interessante Daten. Alles andere ist entweder Ernährungsoptimierung (Eisen, Vitamin D) oder hat schlicht keine ausreichende Evidenz.
Was mich an der Debatte stört: Viele Läufer supplementieren, weil sie das Gefühl haben, etwas zu verpassen, nicht weil ein Befund es nahelegt. Das ist rückwärts gedacht. Die DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung unterscheidet klar zwischen Wirksamkeit und Sicherheit, und warnt ausdrücklich vor Empfehlungen, die nur auf Testimonials oder Sponsoring beruhen. Dieser Hinweis gilt auch für gut gemeinte Ratschläge aus der Laufgruppe.
Ältere Läufer und Menschen mit Vorerkrankungen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Vitamin D und Kalzium sind für Knochengesundheit ab 60 Jahren gut belegt. Protein wird mit zunehmendem Alter schlechter verwertet, der Bedarf steigt. Wer Medikamente nimmt, muss Wechselwirkungen ernst nehmen. Das sind keine Randthemen, sondern zentrale Fragen für eine wachsende Gruppe aktiver Sportler.
Langfristig gilt: Wer jahrelang hoch dosiert supplementiert, ohne den Bedarf zu überprüfen, riskiert Überversorgung. Zink-Kupfer-Interaktionen, erhöhte freie Eisenwerte, Hyperkalzämie bei übermäßiger Vitamin-D-Einnahme. Das sind keine Theorie, sondern dokumentierte Risiken. Supplementierung ist kein Dauerzustand, sondern eine gezielte Maßnahme mit Anfang, Kontrolle und Ende.
Plantomol: Geprüfte Kategorien für Läufer nach ärztlicher Abklärung
Wer nach einem Bluttest gezielt supplementieren möchte, findet bei Plantomol eine klare Produktstruktur ohne Umwege. Für die häufigsten Engpässe bei Läufern gibt es direkte Kategorieseiten: Vitamin D für Läufer mit nachgewiesenem Mangel oder intensivem Wintertraining, Kalzium zur Unterstützung der Knochengesundheit und Multivitamine als Basisergänzung bei eingeschränkter Ernährungsvielfalt. Alle Produkte sind klar deklariert, mit vollständigen Zutatenlisten und Mengenangaben. Plantomol ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei nachgewiesenem Mangel folgt die Behandlung immer dem ärztlichen Befund. Die Plantomol-Kategorien sind ein Ausgangspunkt für die gezielte Suche nach geprüften Präparaten, kein Ersatz für die Diagnose. Schauen Sie sich die verfügbaren Kategorien an und besprechen Sie Ihre Auswahl mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Weiterführende Quellen für Läufer und Sportmedizin
Diese Quellen decken unterschiedliche Informationsbedürfnisse ab. Wer mit einem Arzt oder einer Ernährungsberaterin spricht, kann diese Dokumente als Gesprächsgrundlage mitbringen.
- IOC Consensus Statement: Dietary Supplements and the High-Performance Athlete (BJSM): Internationale Referenz für Evidenzklassifikation, Dosierungsempfehlungen und Sicherheitsprinzipien. Erste Anlaufstelle für alle Fragen zu ergogenen Mitteln.
- BfR: Nahrungsergänzungsmittel im Sport (Sonderdruck): Deutschsprachige Behördenquelle zu Sicherheit, Höchstmengen und Kennzeichnungspflichten. Relevant für Fragen zu Koffein, Synephrin und anderen Stimulanzien.
- BfR: Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe: Konkrete Orientierung zu Tageshöchstdosen für Vitamin C, Vitamin E, Eisen und andere Nährstoffe.
- IFSS / KIT: Mineralstoffe und Vitamine im Sport (Positionspapier): Deutschsprachiges Positionspapier zu kritischen Nährstoffen im Sport, Schweißverlusten und Risikogruppen.
- DSHS Köln: Einfluss von Nahrungsergänzungsmitteln (Forschungspublikation): Forschungsarbeiten zu Prävalenz, Dopingrisiko und Forschungslücken bei NEM im Sport.
- DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung: Für aktuelle Positionspapiere und Empfehlungen der DGE zu Sporternährung direkt auf der DGE-Website suchen. Relevant für D-A-CH-Referenzwerte und Risikogruppen.
- Kölner Liste / Informed-Sport: Prüfprogramme für Chargenkontrollen. Für Wettkampfsportler die wichtigsten Werkzeuge zur Risikominimierung bei der Produktauswahl.




